Symposium zu Troxler, dem grossen “Zofingervater”

Troxler Symposium

Der Philosoph und Arzt Ignaz Paul Vital Troxler (1780-1866) hat, obwohl selber nicht Zofinger, die Zofingia in ihren Anfängen stark mitgeprägt. So hat er vor allem auf die Studierenden am Lyceum Luzern einen grossen Einfluss ausgeübt. Er hat sie zum Zofingerverein geführt, dem sie als dritte Sektion beitraten. Als er seines Amtes enthoben wurde, flog auch einer der Zofinger raus, nämlich Basil Ferdinand Curti. Als er den Zofingern empfahl, sich von der Einweihung des (reaktionären) Löwendenkmals fernzuhalten und dafür an die Hohle Gasse zu pilgern, bekam er das mit Prügel von Gegnern zu spüren.

Nun hat am 19. Mai 2016 zum 150. Todesjahr Troxlers ein hervorragendes Symposium stattgefunden. In den Räumen der einstigen Klosteranlage St. Urban (LU) äusserten sich kompetente Referentinnen und Referenten über die schillernde Figur und ihr Wirken. Franz Lohri moderierte dieses Symposium auf sympathische und hilfreiche Weise. Gleich zu beginn bekannte der Luzerner Regierungspräsident Reto Wyss, was er von Troxlern lernen konnte: Ganzheitlichkeit und Gemeinschaftlichkeit. Troxler sei ein bedeutsamer Schrittmacher und Visionär gewesen.

Höchst aufschlussreich war, was PD Kathrin Meyer zu Troxlers “Demokratieverständnis aus philosophischer Perspektive” beitrug, etwa unter den Stichworten “Mehrheitsdemokratie” oder “evolutionäre Kraft des Volkes”. Als “gemeinsamen Grund” weisen Bauer und Herr ihren Status als Bürger auf. Raffiniert, wie Troxler sich zur politischen Rolle von Mann und Frau äusserte.

Das Symposium war ein “Produkt” des Vereins Troxler-Gedenkjahr 2016, der von Konstanze Brefin Alt präsidiert wird.

 

 

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