Wege durch Zofingen – unser Geschenk nimmt Formen an

Ein massgeschneidertes System, das sich der Situation in Zofingen anpasst: die Idee “Fadenkreuz”.

Für das Jubiläumsgeschenk an Zofingen – ein Fussgängerleitsystem – liegt seit 21. Dezember 2017 ein gut dokumentiertes Vorprojekt vor.

Das Dossier zeigt die wichtigsten Lösungsmöglichkeiten für die nun folgende Konzept- und Kreativphase auf. Erarbeitet wurde es von einer Arbeitsgruppe, die von Brigitte Albisser (Stadtmarketing Zofingen) geführt wird. Diese Arbeitsgruppe, in der zwei Altzofinger mitwirken (CP und CA), hatte Oliver Meier von der Designagentur Spinform AG als Projektleiter beigezogen. Ihm standen einige Vorarbeiten zur Verfügung, so auch die Grobskizze der Altzofingia vom 18. August 2016, die über 500 Fotos aus 20 Schweizerstädten beisteuerte und erste Anhaltspunkte setzte. 

Das Vorprojekt hat den örtlichen Rahmen, den die Grobskizze noch auf die Altstadt begrenzt hatte, um einen Ring ergänzt, was deshalb Sinn macht, weil damit der Bahnhof und die Museums- und Schulzone einbezogen werden. Wie die Grobskizze empfiehlt auch das Vorprojekt eine erste Etappe mit analogen Mitteln. Vorgeschlagen wird ein massgeschneidertes System, das sich auf grundlegende Überlegungen abstützt. Hier zog man der Rundsäule eine andere Grundvariante vor, nämlich ein viel leichtere und flexiblere, die eine Art Fadenkreuz anbietet und der städtischen Situation gut folgt, ohne aufdringlich zu wirken.

Das Dossier zeigt auch die Standorte auf, wobei sich zeigte, dass die noch vage Grobskizze der Altzofingia gar nicht so weit daneben lag. Zu den Standorten gibt es auch Zielorte, aber die Verbindung ist nicht sklavisch Punkt-Punkt angelegt, sondern es wird auf Zielräume (z. B. Heitern) hingewiesen. Ausser den Orientierungspunkten, die den Ankunftsorten entsprechen, gibt es also eine weitgefasste Vernetzung. Damit wird das ganze System weiträumig, ohne zu überladen. 

Gut kombinieren könnte man das beschriebene analoge System mit Smartphone-Apps, aber auch mit einem taktilen Relief und/oder einem digitalen, interaktiven System. Die Grobskizze hatte auf ein Relief verzichtet und die aufwändigen, teuren interaktiven Geräte ebenfalls aus der ersten Etappe herausgenommen. Dass die analogen Mittel, also die Stelen selber, variiert werden können, ist eine sympathische Bereicherung des ganzen Vorhabens.

Finanziell sieht es für die Zofingia unverändert aus, sie setzt – dem Jubiläumsbudget folgend – unverändert CHF 70 000 ein, während die Stadt tiefer in die Tasche greifen muss.

Für die Zofingia entscheidend ist das zeitliche Programm. Das Vorprojekt hat die Vorgabe der Zofingia übernommen. Damit wird die Übergabe, bezw. Veröffentlichung auf den 21. Juli 2019 angesetzt. Diese Vorgabe lehnte sich an das historische Jubiläum an. Die Zürcher und die Berner Studierenden hatten sich ja am 21. Juni in Zofingen getroffen. Nun nutzt man diesen historischen Termin für die Medien- und Publikumsorientierung mitsamt Einweihung, wobei die Orientierung sich gleich über das ganze Jubiläum erstreckt, also auch auf das Fest Ende August.

Das Vorhaben hat also an Schwung gewonnen, dies umso mehr, als der Stadtrat das Vorprojekt positiv diskutiert hat, wie dem Schreiben vom 6. Dezember 2017 an die beiden Altzofinger zu entnehmen ist. Er hat die Bevorzugung eines statischen Prinzips begrüsst, auch den Einbzug der Stadtbildkommission. Der Stadtrat erwartet, dass ihm das Vorhaben vor der Umsetzung zur Genehmigung unterbreitet wird.

 

 

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