Centralblatt im Winterschlaf

Wir vermissen dich!

Es ist ein gutes Zeichen, wenn man realisiert, dass kein Centralblatt erscheint. Ein schlechtes Vereinsorgan würde man gar nicht vermissen.

Nun vermissen wir also das vertraute Vereinsorgan, das immerhin schon im 157. Jahrgang erscheint – beziehungsweise erscheinen sollte. Nach dem vierten Heft der Basler im August 2016 erschien im gleichen Jahr 2016 anders als erwartet kein Neuenburger Heft, so dass es 2016 bei 3 Heften blieb. Auch 2017 kamen die Aktiven leider nicht über drei Hefte hinaus, denn die Neuenburger publizierten zwar im Februar, April und August je ein Heft, aber kein viertes Abschlussheft. Der Redaktionsschluss wurde mit 29. August bezeichnet, erschienen ist das letzte Neuenburger Heft bis heute (mitte Januar 2018) nicht. Damit stecken etliche Manuskripte in der Pipeline fest, wo sie auch nicht jünger werden, sondern veralten.

Das ist bedauerlich für die angestrebte Kontinuität der zofingerischen Kommunikation. Gerade im Vorfeld des Jubiläums, in welchen sehr vieles in Gang gesetzt wird und auch des Gesprächs bedarf, wäre ein regelmässig erscheinendes Centralblatt sehr erwünscht. Leser, Inserenten und auch der Sponsor sind deshalb alles andere als erfreut über diesen Winterschlaf. 

Der Luzerner Centralausschuss hat erfreulicherweise sein Programm angepasst und für 2018 eine Serie von vier Heften angekündigt. Nach der Eröffnungsausgabe im Februar soll es zu den Devisen Patriae, Amicitiae und Litteris je ein eigenes Heft geben. Das stimmt zuversichtlich.

Höchst unangenehm ist hingegen die Tatsache, dass die Post am 8. Januar 2018 für das Centralblatt den Verlegervertrag gekündigt hat. Diese per Ende Januar 2018 geltende Kündigung bedeutet, dass die Vergünstigungen der Post und damit auch die finanzielle Wirkung der Presseförderung entfallen. Die Begründung dieses Schrittes liegt auf der Hand. Die Konditionen des BAKOM setzen für die Vorzugsbehandlung ein viermaliges Erscheinen pro Jahr voraus, und diese Kadenz ist deshalb im Centralblatt-Reglement klar festgehalten. Der Centralausschuss der Altzofinger hat bereits am 11. Januar der Post gegenüber den Wunsch geäussert, man möge auf die Kündigung zurückkommen, und dafür auch einige stichhaltige Argumente geliefert. Ausserdem ist ohnehin vorgesehen, das Reglement zu aktualisieren.

 

 

 

 

 

 

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