Frank Jehle über “Natur und Gott”

Frank Jehle, Prediger, Autor – und Zofinger!

Der Gottesdienst in der Evangelisch-reformierten Kirche St. Gallen-Rotmonten übte an jenem 10. September 2017 seine eigene Faszination auf die anwesende Gemeinde aus. Das lag ohne Zweifel am weiten Bogen von “Natur und Gott”, der vom Wort Gottes ausging: “Es werde Licht. Und es ward Licht. Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis”. Darauf Joachim Neanders Lied über “Himmel, Erde, Luft und Meer” (1680) und die unablässigen Fragen im Kapitel 38 des Buches Hiob, die Reden aus dem Sturm. Alles hatte Frank Jehle gekonnt zusammengefügt und einprägsam gedeutet. Ein kompositorisches Meisterwerk mit viel Sinn und Menschennähe.

Bestimmt hatte Pfarrer Frank Jehle an die anwesenden Zofinger gedacht, als er dem eindrücklichen Zitat des Zofingia-Gründers Jeremias Gotthelf so viel Raum gewährte. Nicht minder stark hörten sich Martin Luthers Sätze an: “Nichts ist so klein, Gott ist noch kleiner. Nichts ist so gross, Gott ist noch grösser, nichts ist so kurz, Gott ist noch kürzer, nichts ist so lang, Gott ist noch länger. Nichts ist so breit, Gott ist noch breiter, nichts ist so schmal, Gott ist noch schmaler. Es ist ein unaussprechliches Wesen, über und ausser allem, das man nennen oder denken kann.”

Zofinger? Dem Gottesdienst wohnten ausser Frank Jehle v/o Mimose auch Urs Wildhaber v/o Mass, Rolf Peter v/o Delfin, ex-CP Hansjörg Werder v/o Take-it-easy und der amtierende AZ-CP Ronald Roggen v/o Chaplin bei. Ihr Interesse galt natürlich auch Frank Jehles neuem Buch “Das Opfer Abrahams und andere Predigten”. In diesem dritten Predigtenbuch ist die Predigt des hier beschriebenen Gottesdienstes auch bereits abgedruckt. Musik und die Würdigung Frank Jehles durch Johannes von Heyl beschlossen den feierlichen Gottesdienst auf Rotmonten.

 

 

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