Schlagen, Abtun und dann ein verdientes Bier

Der Schwung mit dem biegsamen Stecken – keine leichte Spielerei!

Einer der berühmtesten Zofinger, Jeremias Gotthelf, hatte in seinem Roman “Ueli der Knecht” 1841 über das Hornussen berichtet. Also muss was dran sein!

Die Altzofingia Thurgau unter sportlicher Leitung von Marcel Keller v/o Ko-Los hat auf den 1. September 2017 auf die Allmend Frauenfeld eingeladen. Hier hielt die Hornussergesellschaft Frauenfeld nicht nur ein Spielfeld bereit, sondern natürlich auch einen massiven Bock, von dem der Nouss losfliegen konnte – wenn denn der Abschlag gelang! Die Altzofinger sahen rasch, dass das kein Kinderspiel war: die Stecken mit Träf musste natürlich treffen, deshalb heisst er ja so. Nicht zu tief und nicht zu hoch, eine Sache wohlgeübten Schwungs.

Hier ein paar Bilder.

Oben ein verhangener Himmel, unten eine weite Wiese, dazwischen anpackige Altzofinger am Bock und dann auch im Feld, mit der Schindel, die man eigentlich mehr im Bäckerbackofen vermutet als in einem Mannschaftssport. Hornussen kostet einen kalorienverbrennender Volleinsatz nach der Devise “Patriae”. Es gehört zu den Schweizer Nationalsportarten wie Schwingen und Steinstossen auch. Früher ging es um ein Zvieri oder – etwas näher bei der Zofingia – um ein Bier. Letzteres gab es schon beim Clubhaus der Hornusser, und erst recht beim anschliessenden Stamm in der Stadt. Ein gelungener Abend, der interessanten Einblick gab in eine seltsame Betätigung, die oft recht einfach aussieht, häufig aber schwierig werden kann.

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