Konzert im Schloss Chillon – mit Zofinger Hintergrund

Das enge Verhältnis des Schriftstellers und Zofingers Charles-Ferdinand Ramuz zu Igor Strawinsky ist bekannt. Es führte unter anderem zum Musiktheater-Stück “L’histoire du Soldat” (“Die Geschichte vom Soldaten”). Nun wird dieses Werk erneut aufgeführt, bis Ende Juli 2017, und zwar im Schloss Chillon. Die Leitung obliegt Didier Zumbrunnen, die Inszenierung Benjamin Knobil. Ein raffiniertes Plakat zeigt die Silhouette der Geige, die im Stück eine zentrale Rolle spielt. Hier werden unauffällig die Silhouette des Soldaten und jene des Teufels zu Bild gebracht.

Auf dem Plakat weist die Geige aber noch ein weiteres listiges Merkmal auf: zwei rote Linien geben die Saiten her, was auf Weiss natürlich die Farben der Zofingia ergeben. Nun muss man wissen, dass ausser Ramuz, der aufgrund zweier russischer Märchen den Theatertext schuf, noch andere Zofinger im Spiele waren. Das gilt vorab für Ernest Ansermet, der 1918 die Uraufführung im Lausanner Théâtre Municipal leitete. Dann gab es unter jenen, die eine Textanpassung wagten, auch den Zofinger Hans Rudolf Hilty. Für Zofinger ein mehrfach interessantes Gesamtwerk also.

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