Zofingen im Kampf gegen Hochwasser, Schlamm und Verwüstung

Grossgeräte im Einsatz beim Parkhaus Zofingen

Den Abend des 8. Juli 2017 werden die Bewohnerinnen und Bewohner von Zofingen nicht so rasch vergessen. In gewaltigem Ausmass kamen Regen und Hagel konzentriert auf die Thutstadt nieder und überschwemmten sie fast flächendeckend. Die Gewitterzelle über der Stadt war mehrere Kiloimeter hoch gewesen und entlud sich erbarmungslos, mit verheerenden Folgen. So etwas hatte der Kommandant der Feuerwehr noch nie erlebt. Er und seine Leute standen über dreissig Stunden im Einsatz, und bald war klar, dass die Feuerwehren der Nachbargemeinden um Unterstützung angefragt werden mussten. Schon bald kam auch der Zivilschutz dazu.

Hochgefüllte Mulden in Zofingens Altstadt

Es wurden nicht nur ungezählte Keller überflutet, sondern auch Unterführungen, so jene beim Bahnhof, dazu das Parkhaus. Das Hochwasser führte bei zehn Brandmeldeanlagen zu Kurzschlüssen, was Alarm auslöste. Überall Wasser, und wo es endlich ablief, blieb Schlamm zurück, der sich zu verfestigen drohte. In dieser Situation packten in Zofingen alle mit an und leisteten unkomplizierte Hilfe. Und es kam grosses Gerät zum Einsatz, auch Fachleute erfahrener Spezialfirmen.

Die Reinigung ging, so gut es ging, vonstatten. Aber noch am Dienstag konnte man die Spuren der Verwüstung sehen: Fotos vom Rundgang.

Zahlreiche Geschäfte und Restaurants wurden zur Betriebseinstellung gezwungen. Nach und nach wurde die Dimension des Schadens erkennbar. Ein Schaden in dreistelliger Millionenhöhe, hiess es. Vieles wird durch Versicherungen gedeckt werden können, aber längst nicht alles. Das alles löste in vielen Köpfen grosse Rätsel aus über die weitere Zukunft ihres Geschäftes. Zahlreiche Private wie Geschäftsleute fühlen sich seit diesem schlimmen Samstagabend in ihrer Existenz hart bedrängt.

 

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