Neugierige AZ bei den az Medien

Roman Würsch bot guten Einblick in die Zeitungsarbeit

Im 2010 eröffneten Aarauer Mediencenter der az Medien konnte Chefredaktor Christian Dorer eine Schar interessierter Altzofinger begrüssen. Dieser Besuch vom 30. April 2016 war Teil der Centraldiskussion “Kommunikation”, die vom Fribourger AZ Centralausschuss lanciert worden war. Es wurde daraus ein lebhafter Abend voller Einsichten, auch für die Dreierdelegation des Centralausschusses.

Dorer erklärte vor allem das “Steuern” dieses wuchtigen “Medienschiffes”: Man führt durch Auswahl der Mitarbeitenden. Der Chefredaktor zeigt Flagge durch seine Leitartikel. Die tägliche Blattkritik lässt lernen für morgen. Und eine Begleitgruppe erfahrener Fachleute äussert sich zur Arbeit der Redaktion.

Vor allem aber ist das Schicksal der Mediengruppe abhängig vom umsichtigen Verhalten auf dem Markt. “Man verdient Geld im Printbereich, aber der geht zurück. 2000 hatte das Unternehmen den az-online-Bereich lanciert, wo dem augenfälligen Wachstum (noch) keine boomenden Einnahmen gegenüberstehen – kein Einzelfall in der Schweizer Medienlandschaft.

Roman Würsch, als erfahrener Chef vom Dienst auch Mitglied der Chefredaktion, führte in die faszinierende technische Welt ein, in der Inhalt und Gestaltung den Weg durch die Produktion finden, und von dort zur Leserschaft. Mitten im Dreieck Zürich – Basel – Bern wohnen dreieinhalb Millionen Menschen, ein grosser Markt für das Unternehmen, das von Aarau und fast zwanzig weiteren Standorten aus operativ tätig ist.

Der Chef vom Dienst begleitete durch die Redaktion und liess im Newsraum Rolf Cavalli über die Schultern blicken. Cavalli ist stellvertretender Chefredaktor. In aller Ruhe wird koordiniert und korrigiert, verschoben und neu gewichtet. Ein faszinierender Vorgang, der auch von der Vielfalt der Produkte lebt. Die Werber profitieren von crossmedialen Möglichkeiten. Vom Gedruckten bis zum Gesendeten ist hier alles zu haben, natürlich auch im Internet, auf dem Smartphone, das via App zu dem führt, was sich neugierige Nutzer alles wünschen mögen. Bei den gekauften, aber nicht etwa “käuflichen” Zeitungen bewegt sich das az Unternehmen auf Platz drei nach Blick und Tages-Anzeiger. Die “Schweiz am Sonntag” rangiert auf Platz vier. Und immer wird Papier gebraucht, das sehr häufig aus Utzenstorf stammt – wo die Zofinger ohnehin täglich ein- und ausgehen.

20 Stunden läuft die Rotation. Vor und nach dem Druck ist viel Engagement zu erbringen. Wie schön, dass man das auch spüren kann. Da geht in den Köpfen einiges ab, und ohne zupackende Hände geht gar nichts.

Hier ein paar fotografische Eindrücke von diesem interessanten Anlass der Altzofingia Aargau.

 

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